Was ist ein Conversion Funnel – und warum bricht deiner immer an derselben Stelle
100 Menschen besuchen deine Website.
70 sind nach 10 Sekunden wieder weg. 20 schauen sich um. 8 klicken irgendwo hin. 2 fragen an.
Das ist kein Zufall. Das ist ein Funnel – ein Trichter. Und jeder Schritt von «Besucher» zu «Anfrage» ist eine Station an der du Menschen verlierst. Die Frage ist nicht ob du sie verlierst. Die Frage ist wo – und warum immer an derselben Stelle.
Der Funnel als Trichter – so sieht er aus

Jede Stufe verliert einen Teil der Besucher. Das ist normal und unvermeidbar. Was nicht normal ist: wenn eine Stufe unverhältnismässig viele verliert. Dann liegt dort dein Problem – und dort musst du ansetzen.
Die 4 Stufen – was auf jeder passiert
Bevor wir schauen wo dein Funnel bricht, müssen wir verstehen was auf jeder Stufe eigentlich passiert. Denn jede Stufe hat eine andere Aufgabe. Und jede Stufe scheitert aus anderen Gründen.
Stufe 1: Aufmerksamkeit – «Bin ich hier richtig?»
Der Besucher landet auf deiner Seite. Er hat 3 Sekunden. Sein Gehirn stellt eine einzige Frage: «Ist das relevant für mich?»
Wenn ja – er bleibt. Wenn nein – Zurück-Button.
Diese Entscheidung passiert vollständig im Above the Fold Bereich. Bevor gescrollt wird. Bevor irgendetwas gelesen wird.
Stufe 2: Interesse – «Lohnt es sich weiterzulesen?»
Der Besucher ist geblieben. Jetzt scrollt er. Er sucht nach Bestätigung dass er richtig ist. Er will verstehen was du konkret anbietest, für wen, und ob es zu seiner Situation passt.
Hier verlierst du Besucher durch zu viel Text, unklare Struktur oder fehlende Relevanz.
Stufe 3: Vertrauen – «Kann ich dem vertrauen?»
Der Besucher ist interessiert. Aber jetzt kommen die Zweifel. «Ist das seriös? Hat das funktioniert? Was wenn es nicht klappt?»
Hier braucht es Social Proof, Referenzen, Bewertungen, eine persönliche Geschichte. Vertrauen entsteht nicht durch Behauptungen – sondern durch Beweise.
Stufe 4: Aktion – «Was soll ich jetzt tun?»
Der Besucher ist überzeugt. Oder fast. Er braucht jetzt eine klare Einladung. Einen Button der ihn führt. Einen nächsten Schritt der sich einfach und sicher anfühlt.
Hier verlierst du Besucher durch schwache CTAs, zu viele Optionen oder ein kompliziertes Formular.
Wie ein Funnel für Websites und Landingpages konkret aussieht

Jede Stufe hat eine klare Aufgabe. Wenn diese Aufgabe nicht erfüllt wird, bricht der Funnel genau dort ab – und alle Besucher die danach kommen, kommen nie zur nächsten Stufe.
Wo Funnels brechen – und warum
Das ist der entscheidende Teil. Die meisten Websites haben ein Problem auf genau einer Stufe. Und dieses Problem wiederholt sich bei jedem Besucher.
Hier sind die häufigsten Bruchstellen – und wie du erkennst ob du betroffen bist.

Erkennst du dich? Die meisten sehen sich sofort in einem dieser vier Muster wieder – weil der Bruch fast immer an derselben Stelle passiert.
Wie du herausfindest wo dein Funnel bricht
Das ist kein Ratespiel. Es gibt konkrete Zahlen die dir sagen wo das Problem liegt. Und die meisten davon kannst du kostenlos messen.
Werkzeug 1: Google Analytics – die wichtigsten 3 Zahlen
Absprungrate (Bounce Rate): Wie viele Besucher verlassen die Seite ohne eine einzige Interaktion? Über 70% = Problem auf Stufe 1.
Durchschnittliche Sitzungsdauer: Wie lange bleiben Besucher auf der Seite? Unter 30 Sekunden = Problem auf Stufe 1 oder 2.
Scroll-Tiefe: Wie weit scrollen Besucher? Unter 40% = Problem auf Stufe 2. 80–100% aber keine Anfragen = Problem auf Stufe 3 oder 4.
Werkzeug 2: Heatmap (Microsoft Clarity – kostenlos)
Eine Heatmap zeigt dir wo Besucher klicken, wo sie aufhören zu scrollen, und wo sie die Seite verlassen. Sie macht das Unsichtbare sichtbar.
Werkzeug 3: Der 5-Sekunden-Test
Zeig deine Website jemandem der sie nicht kennt – 5 Sekunden lang. Dann frag: Was macht diese Person? Für wen? Was ist der nächste Schritt? Wenn er auch nur eine Frage nicht beantworten kann – hast du ein Stufe-1-Problem.
Die häufigsten Funnel-Typen – und wo sie typischerweise brechen
Nicht jede Website hat dasselbe Problem. Je nach Typ und Zielgruppe gibt es Muster.

Das hier sind nur Muster von meinen eigenen Erfahrungen. Sie helfen dir, schneller zur richtigen Stufe zu schauen.
Was du konkret tust – Stufe für Stufe
Stufe 1 reparieren: Headline und Hero
Wenn die Absprungrate hoch ist und Besucher sofort gehen, gibt es zwei Ursachen: entweder spricht die Headline die Zielgruppe nicht an – oder die Seite lädt zu langsam.
Was du änderst:
Headline auf das Kundenproblem oder -ergebnis fokussieren. Nicht «Wir sind eine Webdesign-Agentur» – sondern «Websites die Anfragen bringen statt nur gut auszusehen».
Ladezeit prüfen: Google PageSpeed Insights zeigt dir in 30 Sekunden ob du ein Geschwindigkeitsproblem hast.
Bild im Hero prüfen: Zeigt es etwas das das Versprechen unterstützt – oder dekoriert es nur?
Stufe 2 reparieren: Inhalt und Struktur
Wenn Besucher scrollen aber dann gehen, liegt das Problem im Inhalt. Er überzeugt nicht. Er ist unklar, zu lang, oder zu generisch.
Was du änderst:
Jede Sektion bekommt eine klare Überschrift die beschreibt was der Besucher gleich liest.
Absätze kürzen auf maximal 3–4 Sätze.
Konkrete Beispiele und Zahlen einbauen. «Über 80 Websites gebaut» schlägt «langjährige Erfahrung».
Stufe 3 reparieren: Vertrauen und Social Proof
Wenn Besucher alles lesen aber nicht anfragen, fehlt Vertrauen. Das ist die häufigste Ursache für Dienstleister die ein qualitativ gutes Angebot haben aber zu wenig Anfragen bekommen.
Was du änderst:
Mindestens 2–3 echte Testimonials mit Namen und konkretem Ergebnis.
Zahlen die Kompetenz beweisen: Projekte, Jahre, Kundenzufriedenheit.
Preise oder Preisorientierung sichtbar machen – fehlende Preise erzeugen Unsicherheit.
Den CTA-Text konkretisieren: «Website-Check anfragen – 20 Min.» statt «Kontakt».
Stufe 4 reparieren: CTA und Formular
Wenn der Button geklickt wird aber das Formular nicht abgeschickt wird, ist die Hürde zu hoch. Zu viele Felder. Zu viel Unklarheit was danach passiert.
Was du änderst:
Formular auf maximal 3–4 Felder reduzieren: Name, E-Mail, kurze Nachricht.
Nach dem Formular klar kommunizieren was passiert: «Ich melde mich innerhalb von 24 Stunden».
Vertrauenselement direkt neben oder unter dem Formular: eine kurze Testimonial-Zeile oder eine Garantie.
Der Diagnose-Schnelltest
Du kannst deinen Funnel in 15 Minuten grob analysieren – ohne Analytics-Kenntnisse.

Dieser Test dauert 15 Minuten. Mach ihn heute. Nicht nächste Woche.
Fazit: Dein Funnel bricht nicht zufällig – er bricht systemisch
Das ist die wichtigste Erkenntnis.
Wenn dein Funnel auf Stufe 3 bricht, bricht er bei jedem Besucher auf Stufe 3. Nicht manchmal. Immer. Solange du nichts änderst.
Das ist eigentlich eine gute Nachricht. Es bedeutet: du musst nicht alles gleichzeitig fixen. Du musst herausfinden wo der Bruch ist – und dann genau dort ansetzen.
Eine einzige Änderung an der richtigen Stelle kann mehr bringen als zehn Änderungen an der falschen.
Du weisst wo dein Funnel bricht – aber nicht wie du es fixst?
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Häufige Fragen
Wie messe ich meinen Funnel wenn ich kein Analytics-Tool habe?
Fang sofort an – Google Analytics 4 ist kostenlos und in 10 Minuten eingerichtet. Microsoft Clarity für Heatmaps ebenfalls. Ohne Daten optimierst du blind. Selbst rudimentäre Zahlen – Besucher pro Monat, Anfragen pro Monat – reichen um die Conversion-Rate zu berechnen und erste Prioritäten zu setzen.
Was ist eine gute Conversion-Rate für eine Website?
Das hängt stark von der Branche und dem Traffic-Kanal ab. Als grobe Orientierung: 1–3% aller Besucher die zu Anfragen werden ist für die meisten Dienstleister-Websites ein gutes Ziel. Wer unter 0.5% liegt, hat fast immer ein konkretes Problem auf einer der vier Stufen. Wer über 3% liegt, hat einen sehr gut optimierten Funnel.
Muss ich alle vier Stufen gleichzeitig optimieren?
Nein, das wäre auch falsch.. Finde zuerst die Stufe die am meisten verliert. Fixe sie. Miss das Ergebnis. Dann die nächste. Wer alles gleichzeitig ändert, weiss danach nicht was geholfen hat.
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