Das Problem: Warum wird abgemahnt?

Wenn deine Website Google Fonts „dynamisch“ lädt, verbindet sich der Browser deines Besuchers direkt mit den Google-Servern. Dabei wird die IP-Adresse übertragen. Da die IP-Adresse als personenbezogenes Datum gilt, sehen Abmahner darin eine Verletzung der Privatsphäre.

Sofort-Hilfe: Was tun bei Post vom Anwalt?

  1. Ruhe bewahren: Nicht sofort alles unterschreiben oder blind bezahlen.

  2. Prüfen: Nutzt deine Website die Schriften wirklich dynamisch? (Rechtsklick auf Website > „Seitenquelltext anzeigen“ > Suche nach fonts.googleapis.com).

  3. Nicht ignorieren, aber kritisch sein: In vielen Fällen handelt es sich um Massenabmahnungen, die rechtlich oft auf wackligen Beinen stehen.

  4. Technischen Fehler beheben: Das ist der wichtigste Schritt, um weitere Forderungen zu vermeiden.

Technische Lösung: So bindest du Fonts lokal ein

Damit kein Kontakt zu Google mehr stattfindet, musst du die Schriftarten auf deinem eigenen Server speichern.

Methode

Vorgehen

Eignung

Plugin (WordPress)

Plugins wie „Local Google Fonts“ nutzen

Für Anfänger

Elementor / Divi

Google Fonts in den Einstellungen deaktivieren und manuell hochladen

Für Builder-Nutzer

Manuell

Schriften herunterladen, per FTP hochladen und CSS anpassen

Für Profis

6. Fazit

Eine Abmahnung ist ärgerlich, aber kein Weltuntergang. Wenn du Google Fonts lokal einbindest, schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe: Du bist datenschutzkonform nach dem Schweizer nDSG und deine Website lädt oft sogar schneller, da keine externe Verbindung mehr aufgebaut werden muss.


Häufige Fragen

Muss ich die geforderten 100 bis 500 Franken zahlen?

In vielen Fällen (vor allem bei automatisierten Massenschreiben) raten Experten dazu, die Forderung zunächst zurückzuweisen. Eine individuelle Rechtsberatung ist jedoch immer der sicherste Weg.

Was ist der „Google Webfonts Helper“?

Das ist ein praktisches Gratis-Tool, mit dem du die gewünschten Google-Schriften inklusive des passenden CSS-Codes einfach für die lokale Einbindung herunterladen kannst.

Reicht ein Cookie-Banner nicht aus?

Theoretisch ja, wenn der Besucher die Schriften erst nach der Zustimmung lädt. Technisch ist es aber viel einfacher und sauberer, sie direkt lokal zu hosten.


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Webdesigner & SEO-Experte aus der Schweiz. Ich baue Websites, die gefunden werden und Anfragen bringen – ohne Bullshit.