1. Jung von Matt / Limmat – jvm.ch
🔗 jvm.ch
Jung von Matt ist in der Schweiz das was der Rolls-Royce in der Autoindustrie ist. Entsprechend sieht die Website aus.
Was sie richtig machen: Grosse, mutige Bildwelten. Arbeiten stehen im Vordergrund – nicht das Team, nicht die Geschichte, nicht die Philosophie. Du siehst sofort worum es geht. Und du bleibst.
Was man lernen kann: Weniger reden, mehr zeigen. Wer gute Arbeit hat, braucht keinen langen Erklärtextblock darüber. Die Arbeit erklärt sich selbst.
Ehrliche Einschätzung: Prestige-Website mit Prestige-Arbeiten. Nicht direkt nachahmbar – aber die Struktur schon.
2. STUIQ – stuiq.ch
🔗 stuiq.ch
STUIQ aus Zürich hat eine Persönlichkeit. Das spürt man schon beim ersten Satz auf der Website: «Normal geht nur bis zum Limit.»
Was sie richtig machen: Klarer Ton. Klare Haltung. Man weiss nach 10 Sekunden, wer hier spricht – und für wen. Das Portfolio ist selbstbewusst kuratiert, nicht vollgestopft.
Was man lernen kann: Haltung verkauft. Wer auf der Website keine eigene Stimme hat, klingt wie alle anderen. STUIQ zeigt wie man Charakter in Texte giesst ohne arrogant zu wirken.
Ehrliche Einschätzung: Einer der überzeugendsten Auftritte unter den mittleren Schweizer Agenturen. Viel zu lernen – besonders bei Texten.
3. BOLD Agency – bold.ch
🔗 bold.ch
BOLD aus Bern ist Full-Service – und das Portfolio zeigt es. Breite Kundenliste, grosse Namen, vielfältige Projekte.
Was sie richtig machen: Case Studies die wirklich in die Tiefe gehen. Nicht nur «wir haben das Branding gemacht» – sondern warum, wie, mit welchem Ergebnis. Das schafft Vertrauen bei potenziellen Kunden die wissen wollen: Versteht die Agentur auch mein Business?
Was man lernen kann: Ein Portfolio ist kein Fotoalbum. Es erzählt Geschichten. Kontext macht den Unterschied zwischen «schaut gut aus» und «die verstehen was sie tun».
Ehrliche Einschätzung: Stark in Substanz. Design könnte mutiger sein. Aber die Arbeiten sprechen für sich.
4. TEIL – teil.ch
TEIL aus Zürich positioniert sich an der Schnittstelle von Strategie, Design und Technologie. Die Website lebt diese Positionierung.
Was sie richtig machen: Die Startseite macht sofort klar was TEIL ist – nicht mit langen Erklärungen, sondern mit Struktur und Klarheit. Die Projekte sind ordentlich kategorisiert. Nichts lenkt ab.
Was man lernen kann: Wenn dein Angebot mehrere Bereiche umfasst – ordne sie klar. Wer alles gleichzeitig kommuniziert, kommuniziert nichts. TEIL zeigt wie man Vielfalt strukturiert ohne zu verwirren.
Ehrliche Einschätzung: Klarer, professioneller Auftritt. Weniger emotional als STUIQ – aber sehr überzeugend für B2B-Kunden.
5. Rosarot – rosarot.ch
Rosarot aus Zürich ist eine kleinere Agentur – und genau deshalb ein besonders interessantes Beispiel. Weil sie zeigt, dass man keine grosse Budgets braucht um einen starken Auftritt zu haben.
Was sie richtig machen: Der Name erklärt sich auf der Website sofort: Weiss für Strategie, Rot für Kreativität – zusammen Rosarot. Diese Geschichte zieht sich durch die ganze Seite. Das ist Branding das funktioniert.
Was man lernen kann: Eine gute Geschichte über den eigenen Namen oder die eigene Entstehung ist Gold wert. Sie macht dich menschlich, einprägsam und differenziert dich sofort von namenlosen «Full-Service-Agenturen».
Ehrliche Einschätzung: Sympathisch, kohärent, mutig in der Tonalität. Für kleinere Agenturen und Freelancer ein ausgezeichnetes Vorbild.
6. Nerves Agency – nerves.ch
Nerves aus Zürich ist seit 2009 aktiv und hat sich auf Strategie, Branding und Digital spezialisiert. Die Website ist ein Paradebeispiel dafür, wie man Tiefe kommuniziert ohne zu überladen.
Was sie richtig machen: Das Motto «We Design Ideas» zieht sich durch alles. Nicht «wir machen Websites» – sondern eine klare Haltung was Design überhaupt leisten soll. Die Case Studies sind technisch und kreativ zugleich – und zeigen eine Bandbreite von Finanz-Reporting-Systemen bis zu Museumserlebnissen. Das schafft Vertrauen auf mehreren Ebenen.
Was man lernen kann: Positionierung über eine Leitidee – nicht über eine Leistungsliste. «We Design Ideas» sagt mehr als «Branding, Webdesign, Strategie, Digital». Eine starke Kernaussage hält zusammen was sonst auseinanderfällt.
Ehrliche Einschätzung: Eine der überzeugendsten digitalen Agenturen der Schweiz. Klar, präzise, mit echtem Tiefgang in den Projekten.
7. Schmid+Wolf – schmid-wolf.ch
Schmid+Wolf aus Olten – zwischen Bern und Zürich – ist ein Beispiel dafür, wie man auch ausserhalb der grossen Städte einen starken, selbstbewussten Auftritt hinlegt.
Was sie richtig machen: «Wir arbeiten für Marken, die etwas zu sagen haben.» Dieser eine Satz auf der Startseite macht sofort klar, für wen diese Agentur ist – und für wen nicht. Das Portfolio ist konsequent kuratiert. Nur Projekte die diese Haltung widerspiegeln, kommen rein.
Was man lernen kann: Kundenselektion als Positionierungsstrategie. Wer sagt «wir arbeiten nicht für jeden», wirkt nicht arrogant – er wirkt wie jemand der weiss was er will. Und das zieht genau die Kunden an die passen.
Ehrliche Einschätzung: Mutig positioniert, visuell stark, ausgezeichnet strukturiert. Für mittelgrosse Agenturen eines der besten Vorbilder in der Schweiz.
8. Noord Agency – noord.ch
🔗 noord.ch
Noord aus Bern wurde 2012 gegründet und hat sich auf Brand-Design spezialisiert – konsequent, strategisch, ohne Umwege.
Was sie richtig machen: Der Name ist Programm: Noord steht für Orientierung. Das Konzept zieht sich durch die gesamte Website – visuell und inhaltlich. Die Kundenliste reicht von Lindt & Sprüngli bis zum Kanton Bern. Das ist keine Zufallsauswahl – das zeigt Verlässlichkeit über Branchen hinweg.
Was man lernen kann: Ein gutes Konzept macht eine Website unverwechselbar. Nicht das Design allein – sondern die Idee dahinter die alles zusammenhält. Noord zeigt wie Name, Claim, Bild und Arbeit aus einem Guss sind.
Ehrliche Einschätzung: Einer der kohärentesten Auftritte unter den mittelgrossen Schweizer Agenturen. Besonders lehrreich für alle die Branding ernstnehmen.
9. Design Labor – design-labor.ch
Design Labor aus dem Zürcher Seefeld ist seit 1997 aktiv – fast 30 Jahre Erfahrung, mehrere hundert Projekte, internationale Kunden von Hongkong bis Monaco. Und trotzdem kein verstaubter Auftritt.
Was sie richtig machen: Die Website erzählt Geschichten – nicht nur Leistungen. Jedes Projekt wird im Kontext präsentiert: Wer ist der Kunde, was war die Herausforderung, was ist entstanden? Das ist die Art von Portfolio die Vertrauen schafft bevor überhaupt ein Gespräch stattgefunden hat.
Was man lernen kann: Langjährige Erfahrung als Stärke kommunizieren – ohne angestaubt zu wirken. Design Labor zeigt, dass Kontinuität und frisches Denken kein Widerspruch sind. Wer seit Jahrzehnten dabei ist und trotzdem aktuell wirkt, hat an seiner Website aktiv gearbeitet.
Ehrliche Einschätzung: Reif, substanzreich, visuell sauber. Besonders lehrreich für alle die zeigen wollen, dass sie nicht nur gut aussehen – sondern auch liefern.
10. HI Schweiz – hi-schweiz.ch
HI aus Luzern ist eine der mutigsten kleinen Agenturen der Schweiz. Die Positionierung: «Wir entwickeln Marken und Unternehmen im Kern.» Nicht am Rand. Nicht oberflächlich. Im Kern.
Was sie richtig machen: Der Claim ist kein Marketingsatz – er zieht sich durch alles. Die Projekte zeigen konsequent strategische Tiefe, nicht nur visuelle Oberfläche. Und der Auftritt selbst ist das beste Beweisstück: mutig, klar, unverwechselbar.
Was man lernen kann: Kleine Agentur, grosse Haltung. HI beweist dass man keine Grossstadtadresse und keine 50-köpfige Crew braucht um professionell und überzeugend zu wirken. Was zählt ist Klarheit über das eigene Angebot – und der Mut, das auch so zu sagen.
Ehrliche Einschätzung: Frisch, eigenständig, mit echtem Charakter. Eines der besten Beispiele dafür, dass Grösse nichts mit Qualität des Auftritts zu tun hat.
Was alle 10 gemeinsam haben – und was du daraus mitnimmst
Schau dir die Liste nochmals an. Was fällt auf?
Keine einzige dieser Websites beginnt mit «Willkommen». Keine einzige erklärt sich mit generischen Floskeln. Und keine einzige versteckt ihre Arbeiten hinter langen Einleitungstexten.
Was sie alle machen:
Was sie tun | Warum es funktioniert |
|---|---|
Arbeiten sofort sichtbar | Besucher wollen sehen, nicht lesen |
Klare Positionierung | Man weiss sofort für wen sie arbeiten |
Eigene Tonalität | Sie klingen nach sich – nicht nach «Agentur» |
Kuratierte Case Studies | Tiefe statt Breite überzeugt |
Klarer nächster Schritt | Jede Seite endet mit einer Einladung |
Das sind keine Geheimnisse. Das sind Entscheidungen.
Fazit: Ein gutes Portfolio ist eine Haltung – kein Ordner
Die beste Portfolio-Seite ist nicht die mit den meisten Projekten. Auch nicht die mit den grössten Kunden.
Es ist die, bei der man nach 30 Sekunden weiss: Hier bin ich richtig. Die fühlt wie ich. Die versteht was ich brauche.
Das gelingt nicht durch perfektes Design. Es gelingt durch Klarheit, Mut zur Positionierung – und Texte die nach einem echten Menschen klingen.
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Häufige Fragen
Wie viele Projekte soll ein Portfolio zeigen?
Weniger als du denkst. 6 bis 10 starke, gut dokumentierte Projekte schlagen 30 mittelmässige jedes Mal. Kunden urteilen nach dem schwächsten – nicht nach dem stärksten. Zeig nur was du wieder so machen würdest.
Brauche ich für jedes Projekt eine ausführliche Case Study?
Nicht zwingend für alle. Aber für deine 3 bis 5 wichtigsten Projekte: ja. Eine gute Case Study erklärt das Problem, den Ansatz und das Ergebnis. Das zeigt Denken – nicht nur Machen. Und genau das kaufen Kunden.
Wie oft sollte ich mein Portfolio aktualisieren?
Mindestens viermal im Jahr. Alte Projekte raus, neue rein. Nichts wirkt unprofessioneller als ein Portfolio wo der letzte Eintrag vor zwei Jahren war. Aktualität signalisiert Aktivität – und Aktivität schafft Vertrauen.
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