Fehler 1: Kein Preis – oder Preise die nichts sagen
«Preis auf Anfrage.»
Das ist der schnellste Weg einen Besucher zu verlieren der bereits kaufbereit ist.
Wer zur Preisseite scrollt, hat bereits entschieden dass er grundsätzlich interessiert ist. Er braucht jetzt eine Zahl – oder zumindest eine Orientierung. Was er bekommt: nichts. Also klickt er auf den Zurück-Button und fragt beim Mitbewerber an.
Das Argument für «Preis auf Anfrage» klingt vernünftig: «Jedes Projekt ist anders, ich kann das nicht pauschalieren.» Das stimmt. Aber das interessiert den Besucher nicht. Er will wissen ob er sich das leisten kann – bevor er seine Zeit mit einem Gespräch investiert.
Was du stattdessen tust: Gib eine Orientierung. «Ab CHF 1'500», «Typisch zwischen CHF 2'000 und CHF 4'500», «Je nach Umfang zwischen CHF 800 und CHF 3'000». Das ist keine Verpflichtung – das ist Respekt vor der Zeit deines Besuchers.
❌ Schreckt ab | ✅ Gibt Orientierung |
|---|---|
«Preis auf Anfrage» | «Websites ab CHF 1'900 – je nach Umfang» |
«Individuelles Angebot» | «Typisch zwischen CHF 2'000 und CHF 5'000» |
Keine Angabe | «Erstgespräch kostenlos – Offerte innerhalb von 48h» |
Fehler 2: Du verkaufst Stunden statt Ergebnisse
«CHF 120 pro Stunde.»
Das ist eine Zahl. Aber sie bringt nichts – weil niemand weiss wie viele Stunden er braucht. Und weil Stunden keine Ergebnisse sind.
Wenn jemand auf eine Preisseite kommt, denkt er nicht «wie viel kostet die Arbeit». Er denkt «was bekomme ich dafür». Der Stundensatz beantwortet die falsche Frage.
Das Problem geht tiefer: Ein Stundensatz lädt zum Vergleich ein. «CHF 120 pro Stunde» gegen «CHF 80 pro Stunde» – und schon bist du im Billig-Rennen das du nicht gewinnen willst.
Was du stattdessen tust: Verkaufe Pakete oder Ergebnisse. Was bekommt der Kunde am Ende? Eine fertige Website. Eine SEO-Analyse mit Massnahmenplan. Ein Brand-System das in drei Wochen steht. Das ist kaufbar. Ein Stundensatz ist es nicht.
Beispiel:
❌ «Webdesign: CHF 120/h»
✅ «Starter Website: CHF 2'200 – inkl. 5 Seiten, Mobile-Optimierung, SEO-Grundsetup, fertig in 3 Wochen»
Gleiche Leistung. Komplett anderes Kaufgefühl.
Fehler 3: Zu viele Optionen – die Entscheidungsparalyse
Drei Pakete sind gut. Fünf sind zu viele. Acht sind Selbstmord.
Das ist kein Design-Prinzip – das ist Psychologie. Barry Schwartz hat in seiner Forschung zum «Paradox of Choice» gezeigt: Je mehr Optionen jemand hat, desto weniger entscheidet er sich. Er friert ein. Und tut gar nichts.
Die meisten Preisseiten bieten zu viel an – weil der Anbieter Angst hat etwas wegzulassen. «Was wenn jemand genau das will?» Das Ergebnis: eine Seite die niemanden wirklich anspricht.
Was du stattdessen tust: Drei Pakete – maximal. Und eines davon muss hervorgehoben sein.
Das mittlere Paket funktioniert als Anker. Es ist das was die meisten Kunden wollen – und das was du am meisten empfiehlst. Das günstigste Paket zeigt den Einstieg. Das teuerste rechtfertigt den Mittelpreis durch Kontrast.
💡 Markiere ein Paket als «Beliebteste Wahl» oder «Empfohlen». Das ist kein Trick – das ist Führung. Besucher wollen wissen was du empfiehlst.
Fehler 4: Kein Vertrauen auf der Preisseite
Die Preisseite ist der Moment in dem Zweifel am stärksten sind. Genau jetzt fragt sich der Besucher: Kann der das wirklich? Lohnt sich das? Was wenn ich unzufrieden bin?
Und genau jetzt haben die meisten Preisseiten – nichts. Nur Zahlen in Tabellen.
Das ist ein Fehler. Die Preisseite ist nicht das Ende der Überzeugungsarbeit. Sie ist die letzte Etappe.
Was gehört auf jede Preisseite:
Ein kurzes Testimonial – direkt neben oder unter den Paketen. Keine lange Geschichte. Ein Satz der zeigt: jemand anderes hat das gemacht und es hat funktioniert.
Was inklusive ist – nicht nur der Preis, sondern was der Kunde bekommt. Revision-Runden, Support, Übergabe, Hosting-Setup?
Was passiert nach dem Kauf – drei Schritte. Anfrage → Gespräch → Umsetzung. Der nächste Schritt muss sich sicher anfühlen.
Eine Garantie oder Sicherheit – «Kein Projekt ohne klares Briefing», «Erste Revision inklusive», «Du weisst immer wo wir stehen». Kleines Versprechen, grosse Wirkung.
Fehler 5: Der CTA kommt zu spät – oder fehlt ganz
Du hast eine Preisseite mit drei Paketen. Gut. Und unten drunter steht «Kontakt».
Das reicht nicht.
Wer eine Preisseite besucht, ist bereit. Er braucht keinen langen Weg mehr zur Anfrage – er braucht einen Button der ihn direkt dorthin führt. Und zwar jetzt. Nicht nach drei weiteren Klicks.
Was du konkret änderst:
Jedes Paket bekommt einen eigenen CTA-Button. Direkt darunter. Aktiv formuliert. Nicht «Kontakt» – sondern «Starter Website anfragen» oder «Jetzt Offerte für das Pro-Paket anfragen».
Dazu: Ein zweiter CTA für die, die noch unsicher sind. «Du weisst noch nicht welches Paket passt? Buch ein kostenloses 20-Minuten-Gespräch.» Das fängt alle ein die noch Fragen haben – ohne dass du sie verlierst.
❌ Schwach | ✅ Stark |
|---|---|
«Kontakt» | «Starter-Paket anfragen» |
«Mehr erfahren» | «Jetzt kostenloses Erstgespräch buchen» |
Kein Button pro Paket | Jedes Paket hat einen eigenen Button |
CTA nur am Ende | CTA bei jedem Paket + nochmal am Ende |
Zusammenfassung: Die Checkliste für eine Preisseite die konvertiert
Punkt | Erledigt? |
|---|---|
Preise oder zumindest Preisorientierung sichtbar | ☐ |
Pakete statt Stundensätze | ☐ |
Maximal 3 Pakete – eines hervorgehoben | ☐ |
Mindestens 1 Testimonial auf der Seite | ☐ |
Klarer nächster Schritt nach dem Kauf erklärt | ☐ |
Jedes Paket hat einen eigenen CTA-Button | ☐ |
Zweiter CTA für Unentschlossene vorhanden | ☐ |
Fazit: Deine Preisseite ist kein Preisschild. Sie ist ein Verkaufsgespräch.
Ein Preisschild hängt still im Regal und wartet.
Ein Verkaufsgespräch führt. Es räumt Zweifel aus. Es erklärt den Wert. Es macht den nächsten Schritt leicht.
Wer seine Preisseite so aufbaut, verliert weniger Kunden – nicht weil der Preis günstiger ist, sondern weil der Besucher versteht was er bekommt und sich sicher genug fühlt um anzufragen.
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Häufige Fragen
Soll ich wirklich Preise auf meiner Website zeigen – auch wenn die Konkurrenz das nicht macht?
Ja. Gerade dann. Wer Preise zeigt während die Konkurrenz schweigt, signalisiert Selbstbewusstsein und Transparenz. Besucher die dich nicht anfragen weil der Preis zu hoch ist, wären ohnehin keine guten Kunden. Und die die passen, kommen direkt zu dir – weil sie wissen was sie erwartet.
Was wenn ich wirklich keine Pauschalpreise machen kann?
Dann gib trotzdem eine Orientierung. «Projekte starten typischerweise bei CHF X» oder «Je nach Umfang zwischen CHF X und CHF Y». Das ist keine Verpflichtung – es ist ein Signal dass du seriös bist und keine Preise versteckst. Kein Besucher erwartet eine Garantie. Er erwartet Ehrlichkeit.
Wie viele Pakete sind ideal auf einer Preisseite?
rei. Nicht zwei, nicht vier, nicht sechs. Drei Pakete erlauben dem Besucher einen Vergleich ohne ihn zu überfordern. Das mittlere Paket funktioniert als psychologischer Anker – die meisten wählen es. Das günstigste senkt die Einstiegshürde. Das teuerste macht den mittleren Preis attraktiv.
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