Was sind Broken Links – und warum sind sie ein Problem?
Ein Broken Link ist ein Hyperlink, der auf eine Seite führt, die nicht mehr existiert oder nie existiert hat. Der Server antwortet dann mit einem 404-Fehler («Seite nicht gefunden»).
Das passiert in zwei Richtungen:
Typ | Was es bedeutet |
|---|---|
Interne Broken Links | Links auf deiner eigenen Website, die auf nicht existierende Unterseiten zeigen |
Externe Broken Links | Links auf deiner Website, die auf externe Seiten führen, die nicht mehr verfügbar sind |
Warum das dein SEO schädigt:
Google crawlt deine Website regelmässig. Findet es viele tote Links, wertet es das als Zeichen schlechter Wartung
«Link Equity» – also die SEO-Stärke, die Links übertragen – geht bei Broken Links verloren
Besucher landen auf Fehlerseiten und springen ab – das erhöht die Absprungrate, was Google ebenfalls negativ bewertet
Das Nutzererlebnis leidet – und damit das Vertrauen in deine Website
Schritt 1: Broken Links finden – diese Tools helfen
Option 1: Screaming Frog (kostenlos bis 500 URLs)
Screaming Frog ist das Standardtool für technisches SEO. Es crawlt deine Website wie Google – und zeigt dir alle Fehler, inklusive Broken Links.
So gehst du vor:
Lade Screaming Frog herunter: screamingfrog.co.uk
Gib deine Domain ein und starte den Crawl
Filtere unter «Response Codes» nach «4xx»
Du siehst alle URLs, die einen 404-Fehler zurückgeben – inklusive der Seite, auf der der Link steht
Wann es sich lohnt: Ab mittleren Websites mit 50+ Seiten. Die kostenlose Version reicht für die meisten KMU.
Option 2: Google Search Console (kostenlos)
Wenn du Google Search Console eingerichtet hast, findest du dort unter «Seiten» eine Liste aller Seiten, die Google nicht crawlen konnte – inklusive 404-Fehler.
So findest du sie:
Gehe zu «Indexierung» → «Seiten»
Klicke auf «Nicht gefunden (404)»
Du siehst alle URLs, die Google mit einem Fehler zurückgemeldet hat
💡 Der Vorteil: Google Search Console zeigt dir genau, welche Seiten Google selbst als fehlerhaft markiert hat – das sind die dringlichsten Fälle.
Option 3: Ahrefs oder Semrush (kostenpflichtig)
Wer bereits eines dieser Tools nutzt, findet Broken Links unter dem Site Audit. Diese Tools crawlen deine Website und listen alle Fehler übersichtlich auf – inklusive Priorisierung nach Schweregrad.
Option 4: Gratis Online-Tools für kleine Websites
Für kleinere Websites reichen auch kostenlose Online-Checker:
deadlinkchecker.com – einfach, keine Installation nötig
brokenlinkcheck.com – gut für schnelle Checks
Einfach deine URL eingeben, warten, Ergebnisse auswerten.
Schritt 2: Broken Links richtig beheben
Gefunden ist gut – behoben ist besser. Was du konkret tust, hängt davon ab, um welchen Typ es sich handelt.
Interne Broken Links beheben
Das sind die dringlichsten – weil du sie vollständig kontrollierst.
Möglichkeit 1: Link aktualisieren
Wenn die Seite noch existiert, aber die URL sich geändert hat, aktualisierst du einfach den Link. Geh auf die Seite, die den fehlerhaften Link enthält, und ersetze die URL durch die korrekte.
Möglichkeit 2:
301-Weiterleitung einrichten Wenn eine Seite gelöscht wurde oder die URL sich dauerhaft geändert hat, richtest du eine 301-Weiterleitung ein. Das leitet Besucher und Google automatisch auf die richtige Seite um – ohne Fehlermeldung.
So richtest du eine 301-Weiterleitung ein:
Plattform | Wo du es einrichtest |
|---|---|
Framer | Publish → SEO → Redirects |
Webflow | Project Settings → SEO → 301 Redirects |
Squarespace | Pages → Not Linked → URL Mappings |
Über den Hoster | .htaccess Datei (nur für Fortgeschrittene) |
Möglichkeit 3: Link entfernen Wenn die verlinkte Seite nicht mehr relevant ist und du keine Weiterleitung brauchst, entfernst du den Link einfach. Besser kein Link als ein toter.
Externe Broken Links beheben
Bei externen Links – also Links zu anderen Websites – hast du logischerweise weniger Kontrolle. Die andere Seite kann jederzeit verschwinden.
Was du tust:
Link aktualisieren: Suche nach einer aktuellen Version der Seite oder einem ähnlichen Artikel und ersetze den Link
Link entfernen: Wenn kein passender Ersatz existiert, entferne den Link – ein toter externer Link schadet mehr als gar keiner
Wayback Machine nutzen: Unter web.archive.org findest du manchmal archivierte Versionen gelöschter Seiten – nützlich, wenn du den Inhalt noch zitieren möchtest
Schritt 3: Broken Links künftig verhindern
Einmal bereinigen ist gut. Dauerhaft sauber bleiben ist besser.
Was du tun kannst:
Regelmässige Checks einplanen – alle 3 Monate einen Crawl mit Screaming Frog oder einem Online-Tool durchführen
Bei Umstrukturierungen immer Weiterleitungen einrichten – wer Seiten umbenennt oder löscht, ohne Weiterleitungen zu setzen, produziert sofort neue Broken Links
Google Search Console beobachten – die zeigt dir neue 404-Fehler automatisch an, sobald Google sie findet
Externe Links sparsam einsetzen – je weniger externe Links, desto weniger können kaputt gehen
Zusammenfassung: Deine Checkliste
Schritt | Erledigt? |
|---|---|
Broken Links mit Tool gefunden (Screaming Frog, GSC o. ä.) | ☐ |
Interne 404-Fehler identifiziert | ☐ |
Externe tote Links identifiziert | ☐ |
Links aktualisiert oder entfernt | ☐ |
301-Weiterleitungen für gelöschte Seiten eingerichtet | ☐ |
Google Search Console auf neue Fehler geprüft | ☐ |
Nächsten Check im Kalender eingetragen | ☐ |
Fazit: Broken Links sind lösbar – aber nur wenn du sie kennst
Tote Links entstehen auf jeder Website. Das Problem ist nicht, dass sie entstehen – das Problem ist, wenn sie unbemerkt bleiben und still dein Ranking untergraben.
Wer einmal im Quartal einen Check macht und konsequent bereinigt, hat einen klaren Vorteil gegenüber Mitbewerbern, die das ignorieren. Und das ist oft einfacher als gedacht.
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Häufige Fragen
Wie viele Broken Links sind noch akzeptabel?
Idealerweise null – aber das ist nicht realistisch. Entscheidend ist, dass du regelmässig prüfst und bereinigst. Einzelne tote Links schaden nicht sofort, aber eine grosse Anzahl unbehandelter 404-Fehler ist ein klares Signal für Google, dass die Website schlecht gepflegt ist.
Schaden externe Broken Links mehr als interne?
Interne Broken Links sind in der Regel dringlicher, weil sie Google direkt beim Crawlen deiner eigenen Seiten blockieren. Externe tote Links sind weniger kritisch, sollten aber trotzdem regelmässig bereinigt werden – besonders wenn du viele externe Quellen verlinkst.
Was ist der Unterschied zwischen einem 404- und einem 301-Fehler?
Ein 404-Fehler bedeutet, dass eine Seite nicht gefunden wurde. Ein 301 ist keine Fehlermeldung, sondern eine permanente Weiterleitung – sie sagt Google und Besuchern: «Diese Seite hat eine neue Adresse.» Ein korrekt eingerichtetes 301 überträgt auch den grössten Teil der SEO-Stärke der alten Seite auf die neue.
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