Zeichen 1: Du bekommst kaum oder keine Anfragen über die Website
Das ist das offensichtlichste Zeichen – und trotzdem wird es oft ignoriert oder schöngeredet.
«Die meisten Kunden kommen eh über Empfehlung.»
Das mag stimmen. Aber was passiert, wenn jemand durch eine Empfehlung auf deine Website kommt und dort nicht findet, was er erwartet? Er ruft nicht an. Er meldet sich nicht. Er geht.
Empfehlungen sind wertvoll – aber deine Website ist der Moment, in dem du den ersten Eindruck bestätigst oder zerstörst. Wenn du seit Monaten keine einzige Anfrage über die Website bekommen hast, ist das kein Pech. Das ist ein klares Signal.
Was du tun kannst: Prüf dein Google Analytics oder deinen Hoster – wie viele Besucher hat die Seite pro Monat? Wenn du 200+ Besucher hast und null Anfragen, ist das Conversion-Problem. Wenn du unter 50 Besucher hast, ist das ein Sichtbarkeitsproblem. Beides ist lösbar – aber du musst wissen, womit du es zu tun hast.
Zeichen 2: Besucher bleiben weniger als 30 Sekunden auf der Seite
Google Analytics zeigt dir nicht nur wie viele Menschen kommen – sondern auch wie lange sie bleiben. Und wenn die durchschnittliche Verweildauer unter 30 Sekunden liegt, dann sagt dir das etwas Wichtiges:
Die Leute landen auf deiner Seite und verstehen sofort nicht, ob sie hier richtig sind.
Das passiert, wenn:
Der erste Satz zu allgemein ist («Willkommen auf meiner Website»)
Das Design überladen oder veraltet wirkt
Die Seite auf dem Handy nicht richtig dargestellt wird
Der Besucher nicht sofort sieht, was du anbietest und für wen
Verweildauer | Was das bedeutet |
|---|---|
Unter 30 Sekunden | Besucher verstehen nicht, ob sie richtig sind |
30–90 Sekunden | Interesse vorhanden, aber kein klarer nächster Schritt |
Über 90 Sekunden | Gute Basis – jetzt Conversion optimieren |
Beispiel einer sehr guten Verweildauer auf einer Website (specialpage.ch)

Was du tun kannst: Öffne deine Startseite und lies die ersten drei Sätze. Ist sofort klar, was du anbietest, für wen und was der nächste Schritt ist? Falls nein – da liegt der Hebel.
Zeichen 3: Deine Website sieht auf dem Handy schlecht aus
Über 60% aller Websitebesuche in der Schweiz passieren heute über Mobilgeräte. Wer eine Website hat, die auf dem Desktop schön ist, auf dem Handy aber unleserlich, zu langsam oder unübersichtlich wirkt, verliert mehr als die Hälfte seiner potenziellen Kunden – bevor sie auch nur eine Zeile gelesen haben.
Teste es jetzt selbst:
Öffne deine Website auf dem Handy
Kannst du den Text bequem lesen, ohne zu zoomen?
Ist der Kontakt-Button sofort sichtbar und tippbar?
Lädt die Seite in unter 3 Sekunden?
Wenn du bei einem dieser Punkte zögerst – weisst du, wo das Problem liegt.
💡 Google rankt mobiloptimierte Websites systematisch höher. Eine schlechte Mobile-Erfahrung schadet dir also doppelt: Du verlierst Besucher und verlierst Sichtbarkeit.
Zeichen 4: Dein Angebot ist unklar oder versteckt
Das ist einer der häufigsten und teuersten Fehler.
Viele Websites versuchen, alles zu erklären: die Geschichte des Unternehmens, alle Leistungen, die Philosophie, der Blog, die Referenzen. Das Ergebnis ist eine Seite, auf der der Besucher zwar viel liest – aber nicht weiss, was er jetzt tun soll.
Ein klares Angebot bedeutet:
Was bietest du an
Für wen genau
Was passiert, wenn jemand Kontakt aufnimmt
Das muss innerhalb von 5 Sekunden erkennbar sein – ohne scrollen, ohne suchen.
Was du tun kannst: Bitte jemanden aus deinem Umfeld, der dich und dein Angebot nicht kennt, deine Startseite 5 Sekunden lang anzuschauen. Danach frag ihn: Was mache ich? Für wen? Was soll man als Nächstes tun? Wenn er das nicht beantworten kann – hast du deine Hausaufgaben.
Zeichen 5: Du schämst dich innerlich ein bisschen, die URL zu verschicken
Das ist das ehrlichste aller Zeichen.
Wenn du einem potenziellen Kunden begegnest und er fragt nach deiner Website – und du innerlich kurz zögerst, oder dazusagst «sie ist gerade etwas veraltet» oder «ich überarbeite sie bald» – dann weisst du es eigentlich bereits.
Eine Website, die dir Kunden bringt, ist eine Website, auf die du stolz bist. Die du aktiv verschickst. Die du in deiner E-Mail-Signatur hast. Die du Fremden zeigst, weil du weisst: Die macht einen guten Eindruck.
Wenn das (noch) nicht der Fall ist – ist das kein Grund zur Scham. Aber es ist ein klarer Hinweis, dass es Zeit ist, etwas zu ändern.
Fazit: Deine Website ist entweder ein Werkzeug oder ein Problem
Es gibt keine neutrale Website. Entweder sie arbeitet für dich – oder sie arbeitet gegen dich.
Die gute Nachricht: Die meisten dieser Probleme sind lösbar. Und oft braucht es keine komplette Neuentwicklung, sondern gezielte Anpassungen an den richtigen Stellen.
Mach den Schnell-Check:
Zeichen | Bei mir vorhanden? |
|---|---|
Kaum oder keine Anfragen über die Website | ☐ Ja |
Besucher bleiben unter 30 Sekunden | ☐ Ja |
Schlechte mobile Darstellung | ☐ Ja |
Angebot unklar oder schwer zu finden | ☐ Ja |
Ich verschicke die URL ungern | ☐ Ja |
Wenn du 2 oder mehr mit «Ja» beantwortest – dann kostet dich deine Website gerade aktiv Kunden.
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Häufige Fragen
Wie erkenne ich, ob meine Website wirklich Kunden verliert?
Der einfachste Weg: Google Analytics einrichten und auf drei Zahlen schauen – Besucherzahl, Verweildauer und Absprungrate. Viele Besucher, kurze Verweildauer und keine Anfragen sind ein klares Zeichen, dass etwas auf der Seite nicht stimmt.
Muss ich meine ganze Website neu machen, oder reichen kleine Anpassungen?
Oft reichen gezielte Änderungen – ein klarerer Einstieg, ein besserer Call-to-Action, eine optimierte mobile Darstellung. Eine komplette Neuentwicklung ist nur dann sinnvoll, wenn Struktur, Technik und Inhalt grundlegend nicht stimmen. Das lässt sich mit einer ehrlichen Analyse schnell herausfinden.
Was kostet eine professionelle Website-Überarbeitung in der Schweiz?
Das hängt vom Umfang ab. Kleine Optimierungen starten ab CHF 500–800. Eine vollständige Überarbeitung mit SEO und neuen Texten liegt typischerweise zwischen CHF 1'500 und CHF 3'500. Entscheidend ist, was danach messbar besser wird – nicht was die Arbeit im Stundensatz kostet.
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