Die Startseite ist bei den meisten Firmen die meistbesuchte Seite. Trotzdem sehen viele Homepages aus wie eine digitale Broschüre: ein grosses Stockfoto, ein Satz wie «Willkommen auf unserer Website» und darunter alles, was irgendwie auch noch dazugehört. Besucher scrollen kurz, verstehen nicht, was du anbietest, und sind wieder weg.

Das Gute: Eine Startseite aufzubauen ist kein Hexenwerk. Du musst nur wissen, welche Fragen ein Besucher in den ersten Sekunden hat, und sie in der richtigen Reihenfolge beantworten. Hier steht, wie das geht.

Was eine Startseite leisten muss

Deine Startseite muss drei Fragen beantworten, und zwar schnell: Was bietest du an? Für wen? Und was soll ich jetzt tun? Wenn ein Besucher das nach fünf Sekunden nicht weiss, geht er zurück zu Google. Das siehst du in jeder Auswertung der Absprungrate.

Die Startseite ist kein Archiv für alles, was du je gemacht hast. Sie ist ein Wegweiser. Ihr Job ist es, den richtigen Besucher zur richtigen Unterseite zu schicken, zum Beispiel zu «Leistungen», «Preise» oder «Kontakt». Alles, was dabei nicht hilft, lenkt ab.

Die 7 Elemente, die auf jede Startseite gehören

1. Eine klare Hauptaussage (H1)

Ganz oben steht ein Satz, der sagt, was du machst und für wen. Nicht «Herzlich willkommen», sondern zum Beispiel «Malerarbeiten für Privat und Gewerbe in Winterthur». Das hilft Besuchern und gleichzeitig Google, weil dein Hauptkeyword und dein Ort gleich in der H1 stehen.

2. Ein Button mit nur einer klaren Aktion

Direkt unter der Aussage kommt der wichtigste nächste Schritt: «Offerte anfragen», «Termin buchen» oder «Jetzt anrufen». Ein Hauptbutton reicht. Wer fünf gleich wichtige Optionen anbietet, erreicht, dass niemand klickt. Wie du solche Texte formulierst, steht in Call-to-Action-Texte schreiben.

3. Deine wichtigsten Leistungen in 3 bis 6 Kacheln

Zeige kurz, was du anbietest, jeweils mit einem Satz und einem Link zur Unterseite. Verwende die Begriffe, die deine Kunden googeln, nicht deine internen Fachwörter.

4. Beweise: Bewertungen, Referenzen, Zahlen

Behauptungen kann jeder aufstellen. Zwei, drei echte Kundenstimmen mit Vorname und Ort, ein paar Logos von Referenzkunden oder deine Google-Bewertung wirken stärker als jedes Eigenlob. Mehr dazu findest du im Artikel zu Social Proof auf der Website.

«Eine gute Startseite beantwortet Fragen, bevor sie gestellt werden. Eine schlechte erzählt, wie toll die Firma ist.»

5. Ein kurzer Abschnitt über dich oder dein Team

Gerade bei Schweizer KMU kaufen Menschen bei Menschen. Ein echtes Foto und zwei, drei Sätze, wer du bist und warum du das machst, schaffen Vertrauen. Stockfotos von lachenden Büroleuten tun das Gegenteil.

6. Ein einfacher Ablauf

Viele Interessenten zögern, weil sie nicht wissen, was nach der Anfrage passiert. Drei Schritte reichen: «Du meldest dich, wir klären die Details, du bekommst eine feste Offerte.» Das nimmt Hemmungen und bringt mehr Anfragen.

7. Ein klarer Abschluss mit Kontakt

Am Ende der Seite wiederholst du den Button und nennst Telefon, E-Mail und Standort. Wer bis hierher gescrollt hat, ist interessiert. Mach es ihm leicht, den nächsten Schritt zu gehen.

Die richtige Reihenfolge

Die Reihenfolge ist wichtiger als jedes Design. Sie folgt dem Gedankengang des Besuchers: erst verstehen, dann vertrauen, dann handeln.

PositionElementFrage des Besuchers
1 (oben)Hauptaussage und ButtonBin ich hier richtig?
2LeistungenWas genau bietet ihr an?
3Beweise und BewertungenKann ich euch vertrauen?
4Über dich / TeamWer steckt dahinter?
5AblaufWas passiert nach meiner Anfrage?
6 (unten)Kontakt und ButtonWie melde ich mich?

Was du dir auf der Startseite sparen kannst

Mindestens so wichtig wie das, was drauf gehört, ist das, was draussen bleibt. Folgende Dinge sehe ich bei Schweizer Firmenseiten immer wieder, und sie bringen fast nie etwas:

  • «Willkommen auf unserer Website»: Verschwendete Zeile an bester Stelle. Besucher wissen, dass sie auf deiner Website sind.
  • Slider und Karussells: Ab der zweiten Folie sieht kaum noch jemand hin, und sie machen die Seite langsamer.
  • Firmengeschichte ab 1987: Gehört auf «Über uns», nicht auf die Startseite.
  • Musik oder Video mit Autoplay: Das vertreibt Besucher, vor allem im Büro oder im Zug.
  • Zehn Menüpunkte: Mehr als fünf bis sieben überfordern. Weniger Auswahl führt zu mehr Klicks.

Mobile zuerst denken

In der Schweiz kommt je nach Branche mehr als die Hälfte der Besucher mit dem Smartphone. Prüfe deshalb zuerst, wie deine Startseite auf dem Handy aussieht: Ist die Hauptaussage ohne Scrollen sichtbar? Ist der Button gross genug für den Daumen? Ist die Telefonnummer antippbar? Mehr dazu im Artikel Mobile-First-Design erklärt.

Und achte auf die Ladezeit: Eine Startseite, die länger als drei Sekunden braucht, verliert Besucher, bevor sie deine Hauptaussage überhaupt gesehen haben. Tipps dazu stehen in Website-Ladezeit verbessern.

Typische Fehler bei KMU-Startseiten

Neben den oben genannten Dingen gibt es drei Fehler, die ich besonders häufig sehe. Erstens: kein Ort, keine Region. Wer Kunden vor Ort sucht, will sofort sehen, ob du in Winterthur, Luzern oder St. Gallen arbeitest. Zweitens: Kontaktdaten, die man erst suchen muss. Die Telefonnummer gehört in den Header und muss auf dem Handy antippbar sein. Drittens: Texte, die nur über «wir» sprechen. Schreibe aus der Sicht deiner Kunden: Welches Problem lösen sie mit dir, und was haben sie davon? Wer diese drei Punkte sauber löst, hat die Startseite meist schon deutlich besser als die Konkurrenz im Quartier.

Dein 5-Sekunden-Test

Bitte eine Person, die dein Unternehmen nicht kennt, deine Startseite fünf Sekunden anzuschauen und dann wegzuschauen. Frage dann: Was bietet die Firma an? Für wen? Was würdest du als Nächstes tun? Wenn die Antworten falsch oder unsicher sind, weisst du genau, wo du ansetzen musst. Dieser Test kostet nichts und zeigt mehr als jedes Tool.

Wenn du dir dabei Unterstützung wünschst: Im kostenlosen Erstgespräch schaue ich mir deine Startseite an und sage dir ehrlich, was sie bringt und was nicht.


Häufige Fragen

Wie lang sollte eine Startseite sein?

Es gibt keine feste Länge. Eine Startseite für ein KMU hat meist fünf bis acht Abschnitte und lässt sich in ein bis zwei Minuten scannen. Entscheidend ist, dass jeder Abschnitt eine Frage des Besuchers beantwortet. Was keine Frage beantwortet, kann raus.

Brauche ich einen Slider oder ein Hero-Video auf der Startseite?

Meistens nein. Ein einzelnes starkes Bild mit klarer Aussage und einem Button funktioniert besser als ein Slider, bei dem die zweite und dritte Folie kaum jemand sieht. Videos verlangsamen die Seite und lohnen sich nur, wenn sie wirklich etwas erklären.

Soll die Startseite für Google oder für Besucher geschrieben sein?

Für Besucher, mit dem Hauptkeyword im Titel, in der H1 und im ersten Absatz. Google erkennt, ob Menschen auf der Seite bleiben und weiterklicken. Eine Startseite, die Besuchern hilft, hilft in der Regel auch dem Ranking.


Weiterführende Links


Bereit für eine Startseite, die Anfragen bringt?

Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, was deine Startseite braucht und was du dir sparen kannst.


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Webdesigner & SEO-Experte aus der Schweiz. Ich baue Websites, die gefunden werden und Anfragen bringen – ohne Bullshit.